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Christa Katharina Dallinger aus 4820 Bad Ischl schrieb am 18.09.2007 um 11:36:31 folgendes:
Kurkonzerte : Balsam für die Seele

Bald werden sie verwaist sein, die vielen Pavillons in Österreichs Kurorten. In erster Linie ist es das kühle Wetter, das Musikkapellen und Kurgäste in geheizte Säle lockt. Leider gibt es aber auch immer mehr Tourismusverbände, die dazu gezwungen sind, den Sparstift anzusetzen, und daher auf Einnahmen trächtigere Veranstaltungen setzen. Somit werden die Konzerttermine seltener, die Anzahl der Musiker geringer, oder die traditionsreiche Untermalung der Kuraufenthalte verschwindet sogar ganz aus dem Ortsbild. In der Vereinigung Österreichischer Kurkonzerte scheinen gar nur sechs Mitglieder auf, allerdings sind diese seit Jahrhunderten mit dieser Art der Musik eng verbunden.

1783 wurde erstmals in Baden bei Wien im Kurpark musiziert. 1810 entstand aus dieser Musikgesellschaft mit eigenem Kapellmeister die erste Parkmusik, die während des Sommers im Kurpark regelmäßig Konzerte veranstaltete. 1850 war es dann in Baden bei Wien soweit: Erstmals wurde ein eigenes Kurorchester als Dauereinrichtung neben dem bestehenden Theaterorchester engagiert. Inzwischen hatte auch die Kurstadt Bad Ischl ihre eigene „Bademusik“. Diese 1821 gegründete Einrichtung fand im heutigen Kurorchester und Kurquartett ihre Fortsetzung. In Bad Schallerbach wurde 1926 ein Kurorchester zur Unterhaltung der Gäste ins Leben gerufen. Im Jahr 1996 wurde dieses vom Linzer Geiger und Pädagoge Peter Gillmayr mit einem völlig geänderten Konzept zeitgemäßer Kurmusik zu neuer Blüte gebracht. Auch in den renommierten Kurorten Bad Gastein und Bad Hofgastein etablierten sich die Kurkonzerte bereits im 19. Jahrhundert zum gesellschaftlichen Ereignis.

Nicht zuletzt diese musikalische Unterstützung der medizinischen Therapien machte viele Bäder zum beliebten Erholungsort für Adel, Prominenz und Diplomatie. Unter den Gästen fanden sich Angehörige von Kaiserfamilien genauso wie große Komponisten wie Franz Schubert und Johann Strauss. Die Kurorchester waren nicht nur wichtige Kulturträger geworden, die sich authentisch werkgetreue Aufführungen der Werke jedes Genres zum Ziel gesetzt hatten, sondern sie trugen nicht unwesentlich zur Erholung und Genesung der Kurgäste bei. Nun scheint dieser musikalische Balsam für die Seele aus der Mode gekommen zu sein. Ein weiteres Relikt aus vergangenen Zeiten muss befürchten, dem Sparstift einer Gewinn orientierten Gesellschaft zum Opfer zu fallen.

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Christine Fuxa aus 1200 Wien schrieb am 08.07.2007 um 10:09:05 folgendes:
Kurorchester Bad Hofgastein
Der neue Solistenabend bzw. Léharabend hat mir sehr gut gefallen. Besonders hervorzuheben ist das Picollo-Flötenkonzert von Vivaldi, das am 06. Juli, gerade zu meinem Geburtstag, im Rahmen des Abendkonzerts gespielt wurde und mir als ambitionierter Blockflötenspielerin und Liebhaberin alter Musik besonders gut gefallen hat. Anstatt der vielen Walzer- und Operettenklänge sollten vielleicht die Kammermusikabende verstärkt werden, obwohl mir bewußt ist, daß natürlich das Standardrepertoire eines jeden Kurorchesters eher diese Werke umfasst. Weiter so!
Mit lieben Grüssen, Christine Fuxa

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Hubert Nöckler aus Bad Hofgastein schrieb am 24.05.2007 um 15:14:36 folgendes:
Sg. M. Ruzicka!

In Bad Hofgastein endet die Kurorchestersaison heuer am 20. Sept.!
Gerne würden wir das Orchester auch länger beschäftigen, müssen jedoch den Kursaal und das Kongresszentrum für die großen Herbst-Tagungen und Kongresse zur Verfügung stellen. Andere Konzertsäle können wir als Alternative leider nicht anbieten.
Im Sept. 2008 kann jedoch 1 Woch länger gespielt werden.
Wir bitten um wohlwollende Kenntnisnahme und freuen uns
auf Ihren Besuch.

Mit besten Empfehlungen
Kurdirektion Bad Hofgastein
Hubert Nöckler
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